Am 30. September 2026 trafen sich die Projektpartner zum Projektabschluss von Mini6Ei auf dem Innovation Campus Lemgo. Rund drei Jahre gemeinsamer Forschung gingen damit zu Ende. Grund genug für inIT-Mitarbeiter Jens Staufenbiel aus der Arbeitsgruppe Mathematik und Authentifikation unter Leitung von Prof. Dr. Helene Dörksen, zusammen mit den Partnern auf die miteinander geleistete Arbeit zurückzuschauen.
Das Projekt Mini6Ei
Der ausführliche Titel des Projektes lautete: „Mini6Ei: Minimalinvasive Geschlechtserkennung bei sechstägigen Bruteiern mittels zeitaufgelöster Fluoreszenzspektroskopie.“ Im Mittelpunkt standen dabei die Entwicklung und praxisnahe Validierung einer minimalinvasiven Methode zur Geschlechtsbestimmung im Hühnerei bereits am sechsten Bruttag, was sich in dem Kurztitel „Mini6Ei“ widerspiegelt. Übergeordnetes Ziel war es, einen Beitrag zu mehr Tierwohl zu leisten, ein hochaktuelles gesellschaftliches Thema.
Projektpartner
Geprägt war das Projekt von dem Zusammenspiel mehrerer Forschungs- und Industriepartner, die ganz unterschiedliche Kompetenzen einbrachten:
Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) und Institut für Life Science Technologies (ILT.NRW), beide Technische Hochschule OWL
inIT und ILT.NRW brachten ihre Kompetenzen in den Bereichen Datenanalyse, Machine Learning, Sensorik, Messtechnik und Lebensmittel-/Biotechnologie zusammen.
Agri Advanced Technologies GmbH
Hier standen die praxisnahe Umsetzung und Entwicklung geeigneter technischer Konzepte im Fokus.
Center for Biotechnology (CeBiTec), Universität Bielefeld
Mit biologischer Expertise und der Analyse der geschlechtsspezifischen Merkmale wurden wichtige Grundlagen für die Validierung geschaffen.
Institut für Chemie – Optische Sensorik und Spektroskopie der Universität Potsdam (UPOSS)
Die Expertise in optischer Sensorik und Spektroskopie bildete einen weiteren zentralen Baustein des Projekts.
Fortschritte erzielt
Im Rahmen des Projekts konnten wichtige Fortschritte erzielt werden. Dazu zählen die Optimierung und Standardisierung optischer Messsysteme sowie der Nachweis von Fluoreszenzsignalen durch die unversehrte Eierschale. Darüber hinaus wurden geschlechtsspezifische Protein- und Metabolitmerkmale identifiziert und vielversprechende Ansätze zur Verbesserung der Klassifikationsgenauigkeit entwickelt.
Gemeinsamer Weg
Aus Sicht von Jens Staufenbiel bildete das Zusammenwirken der unterschiedlichen Disziplinen Biologie, Optik, Informationstechnik und industrieller Anwendung das Rückgrat von Mini6Ei. Besonders beeindruckt war er von der vertrauensvollen Zusammenarbeit: „Ein herzliches Dankeschön an alle Projektkolleginnen und -kollegen für die engagierte Zusammenarbeit, den wissenschaftlichen Austausch und die vielen gemeinsamen Schritte auf dem Weg von der Forschung zur praktischen Anwendung!“
Gefördert wurde Mini6Ei vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH).
