Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann gestaltete beim Fachtag der Koordinierungsstelle Schule – Beruf einen Workshop zum Umgang mit KI in der Berufsorientierung.
Wie verändert KI die Arbeitswelt junger Menschen? Welche Kompetenzen werden künftig wichtiger? Und wie können Schulen, Unternehmen und weitere Partner Jugendliche auf dem Weg von der Schule in Ausbildung und Beruf gut begleiten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann, Vorstand am Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Technischen Hochschule OWL, beim Schu.B-Fachtag 2026 im Kreishaus Detmold.
Unter dem Titel „Perspektiven verstehen – Übergänge gestalten” feierte die Koordinierungsstelle Schule – Beruf ihr 20-jähriges Bestehen. Der Fachtag machte deutlich, wie wichtig der Austausch zwischen Schule, beruflicher Praxis, Beratung, Politik und Wissenschaft ist, um junge Menschen in einer sich wandelnden Arbeitswelt sinnvoll zu unterstützen.
Fachtag bringt unterschiedliche Perspektiven zusammen
Die sehr gut besuchte Veranstaltung richtete sich an ein breites Publikum. Schüler:innen, Berufsschüler:innen, Auszubildende, Schulleitungen, Lehr- und Ausbildungskräfte, Schulsozialarbeiter:innen, Politiker:innen, Mitarbeitende der Agentur für Arbeit und von Unternehmen sowie weitere Netzwerkpartner kamen zusammen, um über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven im Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf zu diskutieren.
Nach fachlichen Impulsen standen praxisnahe Workshops und viel Raum für Austausch im Mittelpunkt. Gerade die Vielfalt der Teilnehmenden machte den Fachtag besonders wertvoll: Unterschiedliche Erfahrungen, Erwartungen und Blickwinkel flossen in einen gehaltvollen Dialog darüber ein, wie Berufsorientierung heute gestaltet werden kann.
Workshop: Jugendliche im KI-Zeitalter begleiten
Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann, der am inIT das Projekt „KI-Akademie OWL“ verantwortet, leitete den Workshop „Jugendliche im KI-Zeitalter begleiten“. Darin ging es um die Frage, wie junge Menschen in einer von KI und Digitalisierung geprägten Arbeitswelt unterstützt werden können.
Der Workshop griff auf, dass Jugendliche KI-Anwendungen häufig selbstverständlich nutzen und sich neuen digitalen Werkzeugen schnell anpassen. Gleichzeitig verändern KI-Systeme Berufsbilder, Arbeitsprozesse und Entscheidungswege. Es wurde diskutiert, wie der Austausch mit Jugendlichen über Chancen, Grenzen und Auswirkungen von KI gezielt gestaltet werden kann. Der Workshop wurde in beiden Workshop-Runden angeboten und war sehr gefragt. Insgesamt nahmen rund 70 Personen daran teil.
Forschung trifft Berufsorientierung
Der Fachtag machte deutlich, wie wichtig der Transfer wissenschaftlicher Perspektiven in Schule, Ausbildung und Berufsberatung ist. KI ist schon lange nicht mehr nur ein Thema für Forschung und Industrie, sondern beeinflusst auch die Fragen, mit denen junge Menschen bei ihrer beruflichen Orientierung konfrontiert sind.
„Künstliche Intelligenz verändert nicht nur einzelne Tätigkeiten, sondern auch die Art, wie junge Menschen berufliche Perspektiven entwickeln. Deshalb müssen wir KI-Kompetenz frühzeitig in die Berufsorientierung einbinden – verständlich, realistisch und immer mit Blick auf die Menschen, die diese Technologien künftig nutzen und gestalten werden“, sagt Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann.

