Forschung erleben, neue Technologien kennenlernen und einen Blick in die Zukunft werfen: Für insgesamt 24 Schüler:innen des Städtischen Gymnasiums Barntrup und ihre Austauschgäste aus Brüssel stand kürzlich ein besonderer Besuch auf dem Programm. Im Rahmen des europäischen Austauschprogramms Erasmus+ erkundete die internationale Gruppe den Innovation Campus Lemgo und erhielt an verschiedenen Stationen Einblicke in aktuelle Forschungsthemen rund um das Thema Digital Health.
Digitale Technologien für die Gesundheit
Eine Station führte die Jugendlichen auch ans inIT. Dr. Laura Moradbakhti stellte zunächst das Institut und seine Forschungsschwerpunkte vor. Dabei gab sie insbesondere Einblicke in das Forschungsfeld der Gesundheitsinformatik und zeigte auf, wie digitale Technologien Menschen im Alltag unterstützen, Gesundheitsinformationen zugänglicher machen und zu einer besseren medizinischen Versorgung beitragen können.
Anschließend ging es in die Praxis: Patrick Gaudl, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Diskrete Systeme, stellte eine Parkinson-App vor, welche in Kooperation mit dem Klinikum Lippe entwickelt wird. Sie soll Menschen mit Parkinson im Umgang mit ihrer Erkrankung unterstützen, indem sie die Medikamenteneinnahme mit Hilfe eines digitalen Medikationsplans dokumentiert. Zudem kann ein integrierter Chatbot Fragen zur Parkinson Erkrankung anhand validierter Quallen beantworten. Im Anschluss an die Präsentation konnten die Schüler:innen die App auch selbst testen.
„Uns ist wichtig, jungen Menschen zu zeigen, wie vielfältig Forschung sein kann und welchen konkreten Beitrag digitale Technologien für die Gesellschaft leisten können. Gerade die Gesundheitsinformatik zeigt anschaulich, wie technologische Entwicklungen einen konkreten Mehrwert für Menschen schaffen können“, erklärt Dr. Laura Moradbakhti.
Forschung zum Anfassen und Kakao vom Roboter
Zum Abschluss wartete ein weiteres technisches Highlight auf die Schüler:innen: Roboter-Barista CinITo servierte frisch zubereiteten Kakao und sorgte für Begeisterung. In lockerer Atmosphäre blieb anschließend Zeit für Fragen und den persönlichen Austausch mit den Forschenden.
Der Besuch verband damit spannende Einblicke in die Forschung mit dem internationalen Austausch. Als Europaschule engagiert sich das Städtische Gymnasium Barntrup regelmäßig in Erasmus+ Projekten, die Begegnungen zwischen jungen Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern ermöglichen und das gemeinsame Lernen über Ländergrenzen hinweg fördern.
Mehr darüber erfahren: https://www.gymnasium-barntrup.de/ueber-uns/erasmus/
Autorin: Mona Marie Brinkmann

