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Jour Fixe der Wirtschaftsjunioren Lippe

Prof. Dr. Henning Trsek über Cyber-Resilienz im Ernstfall

Prof. Dr. Henning Trsek gibt bei den Wirtschaftsjunioren Lippe Einblicke in aktuelle Gefahren und Risiken im Bereich Cybersecurity. 

Wie schnell kann ein Cyberangriff ein Unternehmen treffen? Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz dabei? Und was ist zu tun, wenn aus einem theoretischen Risiko plötzlich ein realer Ernstfall wird? Mit diesen Fragen beschäftigte sich ein Jour Fixe der Wirtschaftsjunioren Lippe bei der Lippischen Landesbrandversicherung AG.

Den Einstieg in den Abend gab Prof. Dr. Henning Trsek, Institutsleiter des inIT und Experte für Cybersecurity. In seinem Impuls zeigte er, wie KI die Dynamik von Cyberangriffen verändert: Sie kann Angriffe automatisierter, gezielter und schwerer erkennbar machen. Gleichzeitig eröffnet sie neue Möglichkeiten, Auffälligkeiten in Systemen schneller zu erkennen, Vorfälle einzuordnen und Sicherheitsprozesse zu unterstützen.

Wenn aus Theorie Realität wird

Wie konkret solche Risiken werden können, zeigte der anschließende Praxisblick auf den Cyberangriff auf die Stadtwerke Detmold im November 2025. Der Fall machte deutlich, welche Folgen ein Angriff auf digitale Infrastrukturen haben kann: Kommunikationswege waren zeitweise beeinträchtigt, parallel waren technische Analyse, interne Abstimmung, Krisenmanagement und externe Kommunikation gefragt.

Auch der WDR berichtete über den Vorfall und ordnete ihn unter anderem mit einer fachlichen Einschätzung von Prof. Dr. Henning Trsek ein: https://www1.wdr.de/nrw/ostwestfalen-lippe/kreis-lippe/Hackerangriff-Stadtwerke-Detmold-100.html

„Cyberangriffe sind längst kein abstraktes Szenario mehr, sondern eine reale Bedrohung für Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und kritische Infrastrukturen. Die Frage ist nicht mehr, ob eine Organisation betroffen ist, sondern wann. Entscheidend ist deshalb, im Ernstfall schnell, strukturiert und transparent handlungsfähig zu bleiben“, betont Prof. Dr. Henning Trsek.

Handeln, wenn der Ernstfall eintritt

Zum Abschluss ordnete Arnd Begemann von der Kreispolizeibehörde Lippe die aktuelle Bedrohungslage aus polizeilicher Perspektive ein. Der Cybercrime-Spezialist, der eng mit dem Landeskriminalamt NRW zusammenarbeitet, gab Einblicke in Ermittlungs- und Reaktionsprozesse bei Cyberangriffen und zeigte auf, welche Schritte Unternehmen im Ernstfall einleiten sollten.

Deutlich wurde: Cyber-Resilienz entsteht nicht erst im Krisenmoment. Klare Notfallprotokolle, geschulte Teams, definierte Kommunikationswege und eine frühe Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen sind zentrale Voraussetzungen, um im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben.

Autorin: Mona Marie Brinkmann