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Jörn Tebbe stellte in Reykjavík seine Arbeit zu Gauß-Prozess-basierten Regelungsansätzen vor

inIT auf der European Control Conference 2026 in Island

Jörn Tebbe präsentiert seine Arbeit „Physics-Informed Gaussian Processes As Linear Model Predictive Controller with Constraint Satisfaction“ auf der ECC 2026 in Reykjavík.

Jörn Tebbe stellt seine Forschungsarbeit zu physikalisch informierten Gauß-Prozessen für Model Predictive Control auf der European Control Conference 2026 in Reykjavík vor.

Na Li hält bei der ECC 2026 in Reykjavík eine Keynote zu Representation-based Reinforcement Learning in Physical Systems.

Na Li spricht auf der European Control Conference 2026 über „From Generative Models to Control: Representation-based Reinforcement Learning in Physical Systems“.

Jan Peters spricht bei der ECC 2026 in Reykjavík über Inductive Biases for Robot Reinforcement Learning.

Jan Peters hält auf der European Control Conference 2026 eine Keynote zu „Inductive Biases for Robot Reinforcement Learning“.

Die European Control Conference (ECC) fand vom 7. bis 10. Juli 2026 in Reykjavík, Island, statt. Die ECC ist eine der wichtigsten internationalen Konferenzen im Bereich der Regelungstechnik und brachte in diesem Jahr rund 1.000 Teilnehmende aus Wissenschaft und Industrie zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen in der Regelungs- und Systemtheorie – von klassischen Fragestellungen der Systemdynamik bis hin zu datengetriebenen und lernenden Regelungsansätzen.

Auch das inIT war mit einem Beitrag vertreten: Jörn Tebbe, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Mathematik und Datenwissenschaft von Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann, stellte dort seine aktuelle Forschungsarbeit im Bereich der datenbasierten Regelung vor.

Gauß-Prozesse für sichere datenbasierte Regelung

In der Session, in der Jörn Tebbe seinen Vortrag hielt, ging es um lernende und prädiktive Regelungsverfahren. Er stellte seine gemeinsam mit Andreas Besginow und Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann erstellte Arbeit „Physics-Informed Gaussian Processes as Linear Model Predictive Controllers with Constraint Satisfaction“ vor.

Im Mittelpunkt steht ein Ansatz für Model Predictive Control (MPC), ein Verfahren, das unter anderem bei sicherheitskritischen Regelungsaufgaben zum Einsatz kommt. Die Arbeit untersucht, wie physikalisch informierte Gauß-Prozesse genutzt werden können, um Regelungsaufgaben probabilistisch zu modellieren und dabei Nebenbedingungen einzuhalten. Ein besonderer Fokus liegt darauf, formale Garantien für die Einhaltung dieser Nebenbedingungen zu ermöglichen.

Gauß-Prozesse sind probabilistische Modelle, mit denen sich Zusammenhänge aus Daten lernen und Unsicherheiten in den Vorhersagen abbilden lassen. Für die Regelungstechnik sind sie besonders interessant, wenn technische Systeme nicht vollständig modelliert werden können oder wenn Messdaten eine zentrale Rolle spielen. Die Arbeit von Jörn Tebbe zeigt, wie solche Modelle dazu beitragen können, datenbasierte Regelungsansätze nicht nur leistungsfähig, sondern auch verlässlich nutzbar zu machen.

Keynotes und Austausch in internationalem Umfeld

Neben den Fachsessions bot die ECC 2026 viele Gelegenheiten für fachlichen Austausch. Den Auftakt bildeten zwölf Workshops zu aktuellen Themen der Regelungstechnik. Das Programm wurde durch zahlreiche hochkarätige Keynotes ergänzt, unter anderem zu Robotik, Reinforcement Learning, datengetriebenen Methoden und autonomen Systemen.

Zu den persönlichen Höhepunkten des Konferenzbesuchs zählten für Jörn Tebbe insbesondere die Vorträge von Jan Peters und Na Li. Peters sprach über „Inductive Biases for Robot Reinforcement Learning“ und Na Li über „From Generative Models to Control: Representation-based Reinforcement Learning in Physical Systems“.

„Besonders spannend waren für mich die beiden Keynotes, weil beide sehr anschaulich gezeigt haben, wie eng Regelungstechnik, maschinelles Lernen und datenbasierte Methoden mittlerweile zusammengedacht werden. Insgesamt war die ECC eine tolle Veranstaltung: sehr gut organisiert, fachlich stark und mit viel Raum für Austausch und Gespräche“, sagt Jörn Tebbe.

Conference Banquet in der Harpa

Auch abseits des wissenschaftlichen Programms bot die ECC 2026 Gelegenheit zum Austausch. Ein besonderer Programmpunkt war das Conference Banquet in der Harpa, dem bekannten Konzert- und Konferenzhaus am Hafen von Reykjavík. Die besondere Architektur und Lage des Veranstaltungsorts bildeten einen eindrucksvollen Rahmen für Gespräche unter den Konferenzteilnehmenden.

Weitere Eindrücke der ECC 2026 gibt es hier: https://ecc26.euca-ecc.org/?cn-reloaded=1

Autorin: Mona Marie Brinkmann