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Kids tüfteln für Kids: Perspektiven wechseln und gemeinsam Lösungen entwickeln

GENIALE 2026: Mitmach-Workshop des inIT im Rahmen von ISyCARE

Zwei selbst gebastelte Figuren aus Karton, Papier, Pfeifenreinigern und weiteren Bastelmaterialien stehen auf einem Tisch in der Wissenswerkstadt Bielefeld.

Kreative Ergebnisse des Workshops: Beim Bau der „Helfomaten“ entwickelten die Kinder eigene Vorstellungen davon, wie Unterstützung im Alltag aussehen kann. | Bild: Charlotte Sandoval

Kinder und Erwachsene sitzen an einem großen Tisch in der Wissenswerkstadt Bielefeld und basteln gemeinsam mit verschiedenen Materialien.

Beim Mitmach-Angebot „Kids tüfteln für Kids“ entwickelten Kinder eigene Ideen für alltagstaugliche Unterstützung und setzten sie kreativ um. | Bild: Charlotte Sandoval

Zwei Kinder durchlaufen einen Parcours, eines im Rollstuhl und eines mit Blindenstock, begleitet von einer erwachsenen Person.

An verschiedenen Stationen konnten die Teilnehmenden Perspektiven wechseln und Alltagssituationen mit unterschiedlichen Einschränkungen selbst ausprobieren. | Bild: Susanne Stampa

Wie fühlt es sich an, wenn die eigene Sicht eingeschränkt ist, die Hände zittern oder Kommunikation ohne gesprochene Worte auskommen muss? Und wie sollte Unterstützung aussehen, damit sie wirklich zum eigenen Alltag passt? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Kinder und Erwachsene bei der GENIALE 2026 in der Wissenswerkstadt Bielefeld.

Mit dabei war auch die InnovationsCommunity ISyCARE mit dem Mitmach-Angebot „Kids tüfteln für Kids“. Gemeinsam mit dem operativen Team von ISyCARE plante und realisierte Frauke Wiegräbe, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe Diskrete Systeme am inIT unter der Leitung von Dr. Christoph-Alexander Holst und Dr. Laura Moradbakthi, den Workshop.

Die GENIALE widmet sich in diesem Jahr unter dem Motto „Wie geht’s uns?“ mit Workshops, Ausstellungen und Mitmachformaten den Themen körperliche und mentale Gesundheit. ISyCARE bringt Akteure aus Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft zusammen, um gemeinsam Lösungen für Rehabilitation, Pflege und Gesundheitsversorgung zu entwickeln. Ein zentraler Gedanke dabei: Neue Unterstützungsangebote sollen sich konsequent an den Bedürfnissen der Menschen orientieren, die sie später nutzen.

Ausprobieren, Perspektiven wechseln und kreativ werden

An verschiedenen Stationen konnten die Besucherinnen und Besucher unterschiedliche Herausforderungen selbst erleben. Ein von PVM bereitgestellter Rollstuhlparcours lud dazu ein, verschiedene Untergründe und typische Alltagssituationen mit dem Rollstuhl auszuprobieren. Simulationsbrillen machten Sehbeeinträchtigungen wie den Grauen Star erfahrbar, während spezielle Stifte einen Tremor imitierten. Auch beim Blindenfußball und beim Erkunden eines Parcours mit einem Blindenstock konnten neue Perspektiven gewonnen werden.

Kreativität war beim Bau des „Helfomaten“ gefragt. Unter der Leitfrage „Wie muss eine Unterstützung im Alltag für dich aussehen?“ entwickelten die Kinder eigene Ideen und setzten ihre Vorstellungen gestalterisch um. Dabei standen ihre individuellen Bedürfnisse und Wünsche im Mittelpunkt.

„Uns war wichtig, dass die Kinder nicht nur ausprobieren, wie sich bestimmte Einschränkungen im Alltag anfühlen, sondern selbst überlegen: Was würde mir in dieser Situation wirklich helfen? Gerade dabei entstehen oft sehr kreative Ideen und ganz neue Perspektiven“, sagt Frauke Wiegräbe.

Großer Andrang und viel Neugier

Das Angebot stieß auf großes Interesse. Nicht nur Kinder probierten die verschiedenen Stationen aus – auch viele Erwachsene nutzten die Gelegenheit, Herausforderungen selbst zu erleben und neue Perspektiven einzunehmen.

Damit griff „Kids tüfteln für Kids“ einen zentralen Ansatz von ISyCARE auf: Lösungen für Menschen mit Unterstützungsbedarf sollen nicht an ihren Bedürfnissen vorbei entwickelt werden, sondern gemeinsam mit ihnen. Durch den Austausch zwischen Betroffenen, Wissenschaft und Praxis sollen so technische und soziale Innovationen entstehen, die Selbstständigkeit und Teilhabe im Alltag unterstützen.