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Erfolgreicher Abschluss von NeMo.bil - inIT forscht an mehr Sicherheit für autonome Mobilität

NeMo.bil: Forschung für die Mobilität der Zukunft

Fünf Projektbeteiligte und Gäste stehen vor einem Demonstrationsfahrzeug bei der Abschlussveranstaltung des Projekts NeMo.bil.

Abschlussveranstaltung Projekt NeMo.bil: v.l. Jonathan Behm (Geschäftsführer Neue Mobilität Paderborn e.V.), Dr. Carsten Linnemann (Generalsekretär der CDU), Prof. Dr.-Ing. Carsten Markgraf (Technische Hochschule Augsburg), Stefan Heidemann (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Michael Heinemann (Phoenix Contact E-Mobility, Vorstand NeMo e.V.) | Bild: NeMo.bil

Ramakrishnan Subramanian und Kiran Bhaskar Sajikumar präsentieren ihre Forschungsergebnisse zum ODD-Monitoring an einem Poster- und Demonstrationsstand.

Ramakrishnan Subramanian (rechts) und Kiran Bhaskar Sajikumar präsentierten die Forschungsergebnisse des inIT zum Operational Design Domain (ODD)-Monitoring.

Ein autonomes NeMo-Fahrzeug fährt auf dem Testgelände während einer Demonstrationsfahrt.

Ein autonomes NeMo-Fahrzeug während einer Demonstrationsfahrt im Rahmen der Abschlussveranstaltung. | Bild: NeMo.bil

Gruppenfoto der Projektpartner des Verbundprojekts NeMo.bil bei der Abschlussveranstaltung in Paderborn.

Die Projektpartner kamen zur Abschlussveranstaltung von NeMo.bil im Zukunftsquartier Paderborn zusammen. | Bild: NeMo.bil

Die Abschlussveranstaltung bot Einblicke in die Forschungsergebnisse und Demonstratoren des Verbundprojekts NeMo.bil.

Besucher:innen informieren sich an den Demonstrationsständen der Abschlussveranstaltung des Projekts NeMo.bil. | Bild: NeMo.bil

Autonome Fahrzeuge müssen nicht nur selbstständig fahren, sondern auch sicher mit unerwarteten Situationen umgehen können. Im Verbundprojekt NeMo.bil hat das inIT daran geforscht, wie Sicherheitsmechanismen für autonome Fahrzeuge entwickelt, simuliert und validiert werden können.

Ein neues Mobilitätssystem für bedarfsgerechten Verkehr

Nach fast drei Jahren intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit wurde das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit rund 18 Millionen Euro geförderte Projekt NeMo.bil erfolgreich abgeschlossen. Ziel des Verbundprojekts war die Entwicklung eines neuartigen Mobilitätssystems für einen bedarfsgerechten und ressourcenschonenden Personen- und Gütertransport.

Der Ansatz kombiniert zwei aufeinander abgestimmte Fahrzeugtypen: Kleinere autonome Fahrzeuge (Cabs) übernehmen die erste und letzte Meile, während sie sich auf längeren Strecken zu einem Fahrzeugverbund zusammenschließen, der von einem größeren Fahrzeug (Pro) geführt wird. Besonders für ländliche Regionen bietet dieses Konzept neue Möglichkeiten, individuelle Mobilität mit den Vorteilen des öffentlichen Verkehrs zu verbinden.

inIT entwickelt Verfahren für sichere autonome Fahrzeuge

Am inIT wurde das Projekt in der Arbeitsgruppe Intelligente Systeme unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich Büker bearbeitet. Der Schwerpunkt lag auf Sicherheitsaspekten sowie der Simulation und Validierung von Algorithmen für autonome Fahrzeuge.

Die wissenschaftlichen Mitarbeiter Ramakrishnan Subramanian und Kiran Bhaskar Sajikumar beschäftigten sich insbesondere mit dem sogenannten Operational Design Domain (ODD)-Monitoring. Dabei geht es darum, zu erkennen, ob sich ein autonomes Fahrzeug noch innerhalb seines vorgesehenen Einsatzbereichs bewegt. Die entwickelten Verfahren wurden mithilfe von Simulationen untersucht und validiert.

Ergebnisse bei Abschlussveranstaltung präsentiert

Bei der Abschlussveranstaltung im Zukunftsquartier Paderborn präsentierten die Projektpartner die gemeinsam entwickelten Fahrzeuge, digitalen Anwendungen und technischen Systeme erstmals in ihrer Gesamtheit. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung erhielten Einblicke in die Ergebnisse des Projekts und die Potenziale des entwickelten Mobilitätskonzepts.

Auch das inIT präsentierte seine Forschungsergebnisse im Rahmen der Veranstaltung. Wissenschaftlicher Mitarbeiter Ramakrishnan Subramanian und Kiran Bhaskar Sajikumar stellten ihre Arbeiten zum Operational Design Domain (ODD)-Monitoring anhand eines Posters und eines Videos vor. Darin zeigten sie verschiedene Szenarien, in denen ein autonomes Fahrzeug beispielsweise Straßenbauarbeiten erkennt, die außerhalb seiner Operational Design Domain liegen, und anschließend selbstständig in einen sicheren Zustand übergeht.

„NeMo.bil hat uns die Möglichkeit gegeben, wichtige Fragestellungen rund um die Sicherheit autonomer Fahrzeuge gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Industrie zu bearbeiten. Besonders wertvoll war dabei die Verbindung aus moderner Sensorik, Simulation und Validierung, die es uns ermöglicht hat, unsere Ansätze unter realitätsnahen Bedingungen weiterzuentwickeln und zu erproben“, sagt Ramakrishnan Subramanian, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Intelligente Systeme am inIT.

Erkenntnisse für die Mobilität der Zukunft

Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse bilden eine wichtige Grundlage für zukünftige Forschungsarbeiten im Bereich autonomer Mobilität. Die Erfahrungen aus Simulation, Validierung und Sicherheitsüberwachung tragen dazu bei, autonome Fahrzeuge zuverlässiger und sicherer zu gestalten.

Die Bedeutung des Projekts für die Region und darüber hinaus unterstrich auch der Bundestagsabgeordnete Dr. Carsten Linnemann, Vorsitzender des Beirats des NeMo e.V.:

„Mit dem Projekt NeMo.bil hat der NeMo e.V. vom Standort Paderborn aus eine bundesweit und auch international viel beachtete Initiative auf den Weg gebracht. Alle Projektbeteiligten haben dabei beeindruckende Leistungen gezeigt. Ich begrüße es sehr, dass der NeMo e.V. den Transfer der Forschungsergebnisse in konkrete Anwendungen vorantreiben will.“

Starke Projektpartner für eine gemeinsame Vision

NeMo.bil konnte nur durch die enge Zusammenarbeit zahlreicher Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft erfolgreich umgesetzt werden. Das inIT bedankt sich bei allen Beteiligten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, den fachlichen Austausch und die gemeinsamen Fortschritte auf dem Weg zu einer sicheren und nachhaltigen autonomen Mobilität.

Am Projekt NeMo.bil wirkten Aspens GmbH, AVANCO Composites GmbH, CADFEM Germany GmbH, CP Tech GmbH, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR), dSPACE Group SE & Co. KG, FIWARE Foundation e. V., HOLON GmbH, INYO Mobility GmbH, LIA GmbH, Neue Mobilität Paderborn e. V., PHOENIX CONTACT E-Mobility GmbH, Poppe + Potthoff GmbH, Reisewitz GmbH & Co. KG, die Technische Hochschule Augsburg, die Technische Universität Dortmund, die Universität Paderborn sowie das Wissenschaftszentrum Berlin mit.

Zur offiziellen Pressemitteilung:https://nemo-bil.de/das-vom-bund-gefoerderte-projekt-nemo-bil-feierte-erfolgreichen-abschluss/

Autorin: Mona Marie Brinkmann