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Demonstrator der TH OWL macht die Funktionsweise neuronaler Netze erlebbar

Vom studentischen Projekt ins Deutsche Museum Bonn

Gemeinsam für den Transfer von der Hochschule ins Museum: Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann mit Ralph Burmester und Jörg Bradenahl vom Deutschen Museum Bonn vor dem neuen Demonstrator der KI-Akademie OWL.

Gemeinsam für den Transfer von der Hochschule ins Museum: Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann mit Ralph Burmester und Jörg Bradenahl vom Deutschen Museum Bonn vor dem neuen Demonstrator der KI-Akademie OWL.

Mit dem Demonstrator können Besucherinnen und Besucher nachvollziehen, wie ein künstliches neuronales Netz Bilder analysiert und klassifiziert.

Mit dem Demonstrator können Besucherinnen und Besucher nachvollziehen, wie ein künstliches neuronales Netz Bilder analysiert und klassifiziert.

Einblick in die Ausstellung des Deutschen Museums Bonn: Mit „Mission KI“ macht das Museum Künstliche Intelligenz an verschiedenen interaktiven Stationen erfahrbar.

Einblick in die Ausstellung des Deutschen Museums Bonn: Mit „Mission KI“ macht das Museum Künstliche Intelligenz an verschiedenen interaktiven Stationen erfahrbar.

„Mission KI – erleben.verstehen.mitgestalten“: Das Deutsche Museum Bonn widmet seine aktuelle Ausstellung der Künstlichen Intelligenz und ihren Auswirkungen auf Gesellschaft und Alltag.

„Mission KI – erleben.verstehen.mitgestalten“: Das Deutsche Museum Bonn widmet seine aktuelle Ausstellung der Künstlichen Intelligenz und ihren Auswirkungen auf Gesellschaft und Alltag.

Was als studentisches Projekt an der TH OWL begann, ist jetzt Teil der Ausstellung im Deutschen Museum Bonn: Ein von Studierenden entwickelter Demonstrator zeigt anschaulich, wie künstliche neuronale Netze Bilder verarbeiten und welche Bereiche eines Bildes für ihre Entscheidungen besonders relevant sind. Am 14. Oktober besuchten Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann und Nils Berns, Student der TH OWL, das Museum und trafen dort Ralph Burmester und Jörg Bradenahl, die das Projekt seitens des Deutschen Museums begleitet haben.

Der Demonstrator ergänzt die Ausstellung „Mission KI“. Im Erlebnisraum „KI“ können Besucherinnen und Besucher unter anderem nachvollziehen, wie künstliche neuronale Netze lernen, Informationen verarbeiten und zu Entscheidungen kommen.

Von der Lehrveranstaltung zum Museumsexponat

Entstanden ist das Exponat 2025 im Rahmen eines studentischen Projekts im Modul „Software Engineering II“. Marten Ahmann, Mohamed Abderrahmane, Nils Berns, Daniel Hofmann, Dylan Senger und Fighan Suliman entwickelten unter der Betreuung von Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann eine Anwendung, die sichtbar macht, wie künstliche neuronale Netze Bilder klassifizieren.

Besucherinnen und Besucher können dabei unmittelbar nachvollziehen, welche Bereiche eines Bildes für die Entscheidung des neuronalen Netzes besonders relevant sind. So werden Prozesse sichtbar, die normalerweise im Inneren eines KI-Modells ablaufen.

Nils Berns entwickelte den Prototyp anschließend als studentische Hilfskraft im Rahmen der KI-Akademie OWL für den Einsatz im Deutschen Museum weiter. Gemeinsam mit dem Museum wurde die Anwendung technisch und gestalterisch angepasst und für den dauerhaften Ausstellungsbetrieb optimiert.

„Besonders freut mich, dass eine studentische Arbeit hier nicht mit der Abgabe endet. Aus einem Projekt in der Lehre ist ein Exponat entstanden, das nun vielen Menschen einen anschaulichen Zugang zu Künstlicher Intelligenz ermöglicht“, sagt Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann.

KI dort vermitteln, wo Wissenschaft auf Öffentlichkeit trifft

Im Deutschen Museum Bonn trifft die Vermittlung von Künstlicher Intelligenz auf ein besonderes Umfeld: Das Museum befindet sich im Wissenschaftszentrum Bonn, in unmittelbarer Nähe zu zentralen Wissenschaftsorganisationen wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst und der Hochschulrektorenkonferenz. Rund 60.000 Menschen besuchten den Bonner Standort allein im Jahr 2025.

Mit dem neuen Demonstrator ist bereits das zweite Exponat aus der KI-Akademie OWL im Deutschen Museum Bonn zu sehen. Seit Sommer ergänzt dort das KI-Energie-Ergometer der KI-Akademie OWL die Ausstellung.

→ Mehr dazu erfahren: https://www.init-owl.de/aktuelles/news/detail/init-uebergibt-ki-energie-ergometer-an-das-deutsche-museum-bonn/

Mit beiden Exponaten ist Forschung aus Ostwestfalen-Lippe damit mitten im Herzen der deutschen Wissenschaft präsent.

Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum geht weiter

Auch die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum Bonn wird fortgesetzt. Bereits in diesem Semester startet im Rahmen des Transferjahres der TH OWL ein weiteres studentisches Projekt. Ralph Burmester und Jörg Bradenahl begleiten die Projekte auf Seiten des Museums und stehen dabei im engen Austausch mit Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann. Gemeinsam werden Ideen weiterentwickelt und für den Ausstellungskontext so aufbereitet, dass Wissenschaft verständlich und zugänglich wird.

„Ich freue mich sehr über den engen Austausch mit Ralph Burmester und Jörg Bradenahl und darüber, wie offen neue Ideen weiterentwickelt werden. Genau so kann Transfer gelingen: wenn aus studentischen Ideen im gemeinsamen Austausch Exponate entstehen, die Wissenschaft verständlich und erlebbar machen“, sagt Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann.

Weiteres Exponat kurz vor Museumspremiere im Heinz Nixdorf MuseumsForum

Auch an anderer Stelle wird die KI-Akademie OWL künftig im Museum erlebbar: Der von Nico Baumgart entwickelte Demonstrator „Ko-Kreativ“ wurde bereits ins Heinz Nixdorf MuseumsForum gebracht und wird dort in Kürze seine Museumspremiere feiern.

Autorin: Mona Marie Brinkmann