Am 24. April 2026 fand auf dem Innovation Campus Lemgo die Projektschau des Transferjahres 2025 der Technischen Hochschule OWL (TH OWL) im CENTRUM INDUSTRIAL IT statt. Die Arbeitsgruppe Diskrete Systeme unter Leitung von Prof. Dr. Volker Lohweg beteiligte sich an der Projektschau mit dem Projekt „Neuronale Wahrnehmung in medizinischen Räumen“ im Kontext Akustik, Optik und Raumerfahrung.
Transferjahr 2025
Im Rahmen des Transferjahres 2025 hatte die TH OWL die Region OWL eingeladen, reale Herausforderungen und Fragestellungen einzubringen. Die Resonanz war riesig. Im Wintersemester 2025/2026 arbeiteten interdisziplinäre Studierenden-Teams an innovativen Lösungen.
Gestaltung von medizinischen Räumen
Eines der Projekte: die Gestaltung von medizinischen Räumen. Drei Bachelorstudentinnen aus den Fachbereichen Wirtschaftspsychologie und Innenarchitektur gingen engagiert der Frage nach, wie sich medizinische Räume so gestalten lassen, dass sie das Wohlbefinden und damit die Genesung von Erkrankten fördern. Hier fließen Aspekte ein wie klare Strukturen, angenehme Farben, gute Beleuchtung und eine sinnvolle Anordnung von Möbeln und Geräten und Akustik. Im Laufe des Projektes haben sich die Studentinnen intensiv mit der neuronalen Wahrnehmung in medizinischen Räumen beschäftigt und kreative Lösungen ausgearbeitet, wie ein optimales Raumklima zur Genesung von Patientinnen und Patienten beitragen kann.
Gestalte dein Krankenzimmer selbst
Hochmotiviert stellten Jennifer Besier (Wirtschaftspsychologie), Emma Brauer (Innenarchitektur) und Sophia Pinkernell (Innenarchitektur) zwei unterschiedliche von ihnen entwickelte physische Modelle eines Krankenzimmers vor. An dem stets gut besuchten interaktiven Stand konnten sich Besucherinnen und Besucher nach dem Baukasten-Prinzip ihr eigenes Krankenzimmer designen. So konnten sie zwischen verschiedenen Möbelstücken, Tapeten, Beleuchtungen, Dekorationen etc. wählen. Gerade diese praktische Umsetzbarkeit stieß auf großes Interesse der gut hundert Besucherinnen und Besucher der Projektschau. Für die Arbeit der engagierten Studentinnen gab es durchweg positives Feedback.
Komplexes Projekt
Die Aufgabe war komplex: Auf der einen Seite sollten sensorische und psychologische Aspekte zum Wohle der Erkrankten berücksichtigt werden, auf der anderen Seite ging es auch um eine mögliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen des medizinischen Personals. Aus diesem Grund erhielten die Studentinnen Unterstützung von Prof. Dr. Volker Lohweg, Leitung Arbeitsgruppe Diskrete Systeme, und Patrick Gaudl, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsgruppe. Die Arbeitsgruppe Diskrete Systeme erforscht u.a. Medizin- und Gesundheitstechnologien und arbeitet eng mit dem Klinikum Lippe zusammen. Außerdem brachte Dr. Laura Moradbakthi ihre Expertise in dieses Transferprojekt mit ein. In Kooperation mit dem Kreis Lippe forscht sie an KI und digitalen Assistenzsystemen im Gesundheitswesen.
Prof. Dr. Volker Lohweg und Dr. Laura Moradbakthi sind sich einig: „Anhand der beiden Modelle und verschiedenen Wahlmöglichkeiten können Menschen intuitiv entscheiden, wie sie sich in einem medizinischen Raum am wohlsten fühlen würden. Die Aufgabe wurde hervorragend umgesetzt.“


