work & care: Innovative Unterstützung für Unternehmen und pflegende Erwerbstätige bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

15.11.2019 bis 31.10.2022

Viele Unternehmen stehen vor außergewöhnlichen Herausforderungen. Die Zahl Pflegebedürftiger wird in den kommenden Jahren bedingt durch eine alternde Gesellschaft ansteigen. Bis zum Jahr 2050 wird ein Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland auf 4,5 Mio. erwartet. 76% aller Pflegebedürftigen werden derzeit im häuslichen Umfeld betreut, vorrangig durch berufstätige Kinder oder (Ehe-) Partner. Beruf und Pflege sind daher für die Angehörigen oftmals nur schwer zu vereinbaren. Typische Belastungen der pflegenden Erwerbstätigen wie Zeitmangel, fehlende Entspannungsphasen, soziale Einschränkungen und berufliche Anforderungen führen zu gesundheitlichen Einschränkungen. Dies hat unter anderem einen erhöhten Krankenstand zur Folge und resultiert in der Reduktion der Arbeitszeit oder dem Ausscheiden aus dem Berufsleben. Um Unternehmen und pflegende Erwerbstätige zu unterstützen, kümmert sich das Projekt work & care um die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in OWL.

 

work & care unterstützt insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL). Die systematische Verbindung sozialer und technischer Innovationen hilft KMU dabei, die durch die demografischen Herausforderungen bedingte Zunahme pflegender Erwerbstätiger besser zu bewältigen. Mehrfachbelastungen durch Beruf und Pflege werden reduziert, Fehlzeiten gesenkt und drop out vermieden, Erwerbsfähigkeit und Fachkräftewissen bleiben den Betrieben erhalten. work & care verbindet im ganzheitlichen Ansatz Arbeitswelt und Lebenswelt als Netzwerk, in dem (1) betriebliche und (2) überbetriebliche sowie (3) nachbar-schaftlich-ehrenamtliche und (4) technisch-digitale Lösungen sowohl die KMU als auch die pflegenden Erwerbstätigen wirksam unterstützen.

 

Im Forschungsvorhaben wird ein offenes Portal entwickelt, welches Pflege-, Haushalts- und weitere Dienstleister mit den KMU und ihren pflegenden Erwerbstätigen vernetzt. Des Weiteren unterstützt eine mobile Dorfhelfer-Anwendung das ehrenamtliches Engagement und trägt zur Entlastung der pflegenden Erwerbstätigen bei. Dadurch werden die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege verbessert sowie die Fachkräftesicherung und Wettbewerbsfähigkeit der KMU in der ländlichen Region OWL gestärkt.

Das Projekt wird gefördert durch:
Projektträger Jülich
Förderkennzeichen: 34.EFRE-0300198
Förderlinien: EFRE.NRW
Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL (ZIG)
Kreis Lippe – Zukunftsbüro
Institut für Bildungs- und Versorgungsforschung im Gesundheitsbereich (InBVG)
Institut Arbeit und Technik (IAT)
Plan G
Gefördert durch