Industrielle Kommunikation

CoRe5G: Exzellenzzentren der beruflichen Bildung für resiliente 5G-Netze

01.04.2026 bis 31.03.2030

Sichere, widerstandsfähige und nachhaltige 5G-Netze gelten als strategische Infrastruktur für die digitale Transformation Europas und bilden zunehmend die Grundlage für kritische Anwendungen in Industrie, Energieversorgung, Verkehr und Gesundheitswesen. Mit Regelwerken wie der NIS2-Richtlinie, dem Cyber Resilience Act und der EU Toolbox for 5G Security hat die Europäische Union einen einheitlichen Rahmen für die Sicherheit und Resilienz dieser Netze geschaffen. Dessen Umsetzung wird jedoch zunehmend durch einen Mangel an Fachkräften erschwert, die 5G-Netze sicher, ausfallsicher und energieeffizient planen, betreiben und warten können. Bestehende Aus- und Weiterbildungsangebote verknüpfen die Themen Cybersicherheit, Klimaresilienz und Nachhaltigkeit bislang kaum und sind nur unzureichend mit der betrieblichen Praxis von Netzbetreibern und Herstellern verzahnt.

Das Projekt CoRe 5G zielt auf den Aufbau eines transnationalen Netzwerks von Centres of Vocational Excellence (CoVEs), das berufliche Bildung, Hochschulen, Forschung und Unternehmen in sieben europäischen Regionen zusammenbringt. Hierfür wird zum einen ein modularer, mehrstufiger Curriculum-Rahmen auf den EQF-Stufen 3 bis 5 entwickelt, der Kompetenzen in Cybersicherheit, Infrastrukturresilienz und Nachhaltigkeit integriert und über kombinierbare Micro-Credentials anerkannt wird. Zum anderen entstehen innovative Lernformate wie digitale Zwillinge, spielbasierte Cyber Ranges und weitere Simulationsumgebungen, in denen der Umgang mit Cyberangriffen, Infrastrukturausfällen und Extremwetterereignissen praxisnah erprobt werden kann. Die Curricula werden regional angepasst und mit einem hohen Anteil arbeitsplatzbasierten Lernens gemeinsam mit Unternehmen umgesetzt. Grenzüberschreitende Mobilitäten von Lernenden und Lehrenden sowie regionale Innovationsökosysteme unterstützen den Wissenstransfer zwischen Bildung, Forschung und Wirtschaft. Ein nachhaltiges Betriebs- und Finanzierungsmodell soll den Fortbestand der Zentren über die Projektlaufzeit hinaus sichern.

Dieses Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Erasmus+ kofinanziert (Projektnummer 101260846).

Das Projekt wird gefördert durch:
Europäische Union
Projektträger: European Education and Culture Executive Agency (EACEA)
Förderkennzeichen: 101260846
Förderlinien: Erasmus+ Centres of Vocational Excellence
Projektbeteiligte / Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jasperneite
Gefördert durch
Projektträger
European Education and Culture Executive Agency (EACEA)