Wie gehen wir mit unseren Daten im Zeitalter Künstlicher Intelligenz um – und wie schützen wir sie? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Workshops „Licht und Schatten der KI-Entwicklung: Wie schützen Sie Ihre Daten vor der KI?“, der am 14. April 2026 im CENTRUM INDUSTRIAL IT (CIIT) am Innovation Campus Lemgo stattfand.
Rund 55 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, um sich praxisnah über Chancen, Risiken und konkrete Schutzmaßnahmen im Umgang mit KI zu informieren. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der KI-Akademie OWL und der Volkshochschule Detmold-Lemgo organisiert. In seinem Vortrag führte inIT-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann zunächst in die Funktionsweise und Bedeutung moderner KI-Systeme ein. Anschaulich zeigte er, warum datengetriebene Modelle wie Large Language Models zunehmend unseren Alltag prägen.
„Wer KI nutzt, gibt immer auch Daten preis. Deshalb ist es entscheidend, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, was mit diesen Daten geschieht und wie man sich schützen kann“, betont Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann.
KI verstehen: Wie datengetriebene Systeme funktionieren
Zu Beginn stand die grundlegende Funktionsweise moderner KI im Fokus: Systeme lernen aus großen Datenmengen, erkennen Muster und leiten daraus Vorhersagen oder Antworten ab. Dabei wurde deutlich, dass viele Anwendungen im Alltag längst auf solchen Mechanismen basieren – oft, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer sich dessen bewusst sind.
Digitale Selbstverteidigung im Alltag
Anschließend gab Leena Simon von der Agentur digitalcourage einen praxisorientierten Einblick in die digitale Selbstverteidigung. Im Fokus standen konkrete Maßnahmen zum Schutz persönlicher Daten, beispielsweise im Umgang mit Smartphones, Online-Diensten und KI-Anwendungen. Interaktive Workshop-Elemente und zahlreiche Fragen aus dem Publikum unterstrichen das große Interesse an einem sicheren und souveränen Umgang mit neuen digitalen Technologien.
Warum Datenschutz im KI-Zeitalter entscheidend ist
Deutlich wurde: KI-Systeme benötigen große Datenmengen und greifen häufig auf Informationen zurück, die von Nutzerinnen und Nutzern selbst bereitgestellt werden. Umso wichtiger ist es deshalb, ein Bewusstsein für Datenschutz und Datensouveränität zu entwickeln – insbesondere im Alltag.
„Die vielen konkreten Fragen aus dem Publikum haben gezeigt, wie präsent das Thema im Alltag ist und wie groß der Orientierungsbedarf im Umgang mit eigenen Daten ist“, hebt Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann hervor.
KI-Akademie OWL: KI verantwortungsvoll gestalten
Die KI-Akademie OWL bündelt die KI-Expertise mehrerer Hochschulen der Region und verfolgt das Ziel, Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll, sicher und praxisnah weiterzuentwickeln. Dabei verbindet sie technologische Forschung mit gesellschaftlichen Fragestellungen und fördert den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Sicherheit von KI-Systemen, der Entwicklung ressourcenschonender und nachvollziehbarer Methoden sowie der Vermittlung von KI-Kompetenzen an die Gesellschaft, beispielsweise durch Workshops, Demonstratoren und Weiterbildungsangebote.


