Internationale Zusammenarbeit lebt vom persönlichen Austausch – und genau dieser steht im Mittelpunkt eines aktuellen Forschungsaufenthalts: Eileen Wemmer, wissenschaftliche Mitarbeiterin der von Prof. Dr. mult. Carsten Röcker geleiteten Arbeitsgruppe Mensch-Technik-Interaktion am inIT, ist derzeit für drei Monate zu Gast an der Universität Hasselt in Belgien.
Dort arbeitet sie in der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Gustavo Rovelo Ruiz, mit der das inIT seit Langem kooperiert.
Gewachsene Kooperation mit Perspektive
Die Zusammenarbeit zwischen dem inIT und der Universität Hasselt hat sich über mehrere Jahre entwickelt. Bereits in der Vergangenheit war mit Hitesh Dhiman ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Mensch-Technik-Interaktion vor Ort in Belgien.
Ein Ergebnis dieser Kooperation sind gemeinsame wissenschaftliche Arbeiten – darunter die Publikation Fostering Eudaimonia: Design to Support Virtues and Practical Wisdom sowie ein gemeinsamer Workshopbeitrag ACM Workshop Paper 2025 on Well-Being Design. Darin untersuchen die Forschenden, wie interaktive Technologien gezielt Tugenden und praktische Entscheidungsfähigkeit stärken können.
Technologie für ein „gelingendes Leben“
Im Zentrum der aktuellen Zusammenarbeit steht die Frage, wie Technologien gestaltet werden können, um das menschliche Wohlbefinden nachhaltig zu fördern.
Der Forschungsansatz geht dabei bewusst über klassische Konzepte hinaus: Anstelle von kurzfristiger Zufriedenheit steht sogenanntes eudaimonisches Wohlbefinden im Fokus – also die Frage, wie digitale Systeme dazu beitragen können, ein erfülltes und reflektiertes Leben zu unterstützen.
Gemeinsam mit der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Gustavo Rovelo Ruiz wird dieser Ansatz im Arbeitskontext weiterentwickelt. Dabei bringen beide Seiten komplementäre Perspektiven aus Design, Technologie und Verhaltensforschung ein.
Aktuell entwickeln die Forschenden eine gemeinsame Studie, die diese Fragestellungen gezielt untersucht. Nach der konzeptionellen Ausarbeitung starten derzeit die ersten Pilotphasen.
Austausch, Synergien und neue Impulse
Neben der inhaltlichen Arbeit prägt vor allem der enge Austausch vor Ort den Forschungsaufenthalt.
„Ich freue mich sehr, hier zu sein. Es ergibt sich unglaublich viel Austausch und viele Synergien mit unterschiedlichsten Personen und Projekten. Die Forschungsgruppe von Prof. Dr. Gustavo Rovelo Ruiz ist sehr offen, hilfsbereit und unterstützt sich gegenseitig“, beschreibt Eileen Wemmer ihre Erfahrungen.
Auch abseits der Forschung hinterlässt Hasselt einen bleibenden Eindruck: Die Stadt ist klein, lebendig und bietet eine hohe Lebensqualität. Ob bei einem Besuch in einer der lokalen Schokoladenbars oder während der Kirschblütenzeit im japanischen Garten – der Forschungsaufenthalt schafft bewusst auch Raum für neue Eindrücke außerhalb des Labors.
Internationale Kooperation als integraler Bestandteil des inIT
Der Forschungsaufenthalt zeigt exemplarisch, wie internationale Kooperationen am inIT fest verankert sind: Sie bringen Menschen, Ideen und Perspektiven zusammen und schaffen so die Grundlage für neue wissenschaftliche Ansätze sowie ein starkes internationales Netzwerk.
