Marlon Marx, Schüler am Lüttfeld Berufskolleg, hat ein sechswöchiges Praktikum in der Forschungsgruppe „Vernetzte Automatisierungssysteme“ von Prof. Dr. Henning Trsek absolviert. Dort bekam er Einblicke in den Forschungsalltag, arbeitete an einem Demonstrator mit und stellte seine Ergebnisse am Ende der Arbeitsgruppe vor. Im Interview erzählt er, was er am inIT gemacht hat und was er aus der Zeit mitnimmt.
Marlon, du kommst vom Lüttfeld Berufskolleg. Was machst du dort aktuell?
Ich mache am Lüttfeld Berufskolleg den informationstechnischen Assistenten zusammen mit dem Fachabitur. Für mein Praktikum wollte ich gern in einen Bereich gehen, in dem ich technische Themen praktisch anwenden und vertiefen kann. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass ich diese Möglichkeit am inIT bekommen habe.
Wie bist du auf das Praktikum am inIT gekommen?
Durch die Nähe zum Innovation Campus Lemgo kannte ich die Hochschule und den Campus schon ein bisschen. Über das Netzwerk auf dem Campus ist dann der Kontakt zum inIT entstanden. Inhaltlich hat es für mich sehr gut gepasst, und ich bin froh, dass ich hier in der Forschungsgruppe Vernetzte Automatisierungssysteme mitarbeiten und Einblicke in die Forschung bekommen konnte.
Woran hast du konkret gearbeitet?
Ich habe an einem Demonstrator mitgearbeitet und ihn auf einen neuen Kommunikationsstandard (OPC-UA) portiert. Der Demonstrator zeigt, wie Modularität in automatisierten Systemen funktionieren kann: Er besteht aus einzelnen Modulen, die herausgenommen und frei getauscht werden können. Über Sensoren erkennt das System, an welcher Station sich ein Modul befindet, und kann dadurch neu bestimmen, von wo es Komponenten entnehmen und wohin es sie dann fahren muss.
Was war für dich besonders spannend?
Besonders spannend war für mich, dass ich nicht nur zuschauen durfte, sondern wirklich praktisch mitarbeiten konnte. Man merkt dadurch viel besser, wie komplex solche Systeme sind – und wie viel Abstimmung zwischen Hardware, Software und Kommunikation dahintersteckt.
Wie hast du die Arbeit in der Forschungsgruppe erlebt?
Die Arbeitsgruppe war super. Ich wurde sehr gut aufgenommen und hatte mit Niels eine feste Bezugsperson, an die ich mich jederzeit wenden konnte. Auch das restliche Team hat mich sehr unterstützt. Besonders gut fand ich, dass mir viel Vertrauen entgegengebracht wurde und ich Aufgaben eigenständig bearbeiten konnte.
Was nimmst du aus dem Praktikum mit?
Ich nehme vor allem mit, wie vielseitig die Arbeit in einer Forschungsgruppe ist. Es war spannend zu sehen, an welchen Themen das Team arbeitet und wie viele unterschiedliche Aufgaben dabei zusammenkommen – von technischen Fragen über die praktische Umsetzung bis hin zum Austausch in der Gruppe. Das hat mir viel Spaß gemacht und mich darin bestärkt, später weiter in diese Richtung zu gehen.
Wie geht es für dich nach dem Fachabi weiter?
Nach dem Fachabitur würde ich gerne ein duales Studium machen. Das Praktikum hat mir geholfen, einen besseren Eindruck davon zu bekommen, wie technische Themen später in der Praxis und in der Forschung aussehen können. Dadurch bin ich in meinem Wunsch, in diese Richtung weiterzugehen, noch einmal bestärkt worden.
Einblicke, die weiterführen
Für Marlon war das Praktikum eine Möglichkeit, technische Themen nicht nur theoretisch, sondern direkt in einem Forschungsumfeld kennenzulernen. Wir freuen uns, dass er diese Einblicke am inIT sammeln konnte, und wünschen ihm für seinen weiteren Weg – insbesondere mit Blick auf das geplante duale Studium – alles Gute und viel Erfolg!
Autorin: Mona Marie Brinkmann


