News_1920x250_Detail

Professorin Helene Dörksen und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier tauschen sich über Geschlechterbestimmung im Brutei aus

Mit ihrer Forschung zur Geschlechtsbestimmung von Hühnerembryonen im Brutei haben Mathematikerin Professorin Dr. Helene Dörksen und ihr Team aus Forscherinnen und Forschern des inIT bereits einschlägige Ergebnisse erzielt, um Kükenschreddern in der Geflügelindustrie obsolet zu machen. Über die neuen Entwicklungen in ihrem Projekt hat sich Professorin Helene Dörksen am Abend der Verleihung des Deutschen Zukunftspreises 2022 mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ausgetauscht.

Im Gespräch nach der Preisverleihung konnte Professorin Helene Dörksen Bundespräsident Steinmeier ihre Forschungsfortschritte näherbringen

Am 26. Oktober wurde in Berlin der Deutsche Zukunftspreis 2022 von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an das Gewinnerteam um Dr. Thomas Kalkbrenner, Dr. Jörg Siebenmorgen und Ralf Wolleschensky für die Entwicklung eines neuartigen Mikroskop-Systems verliehen, das lebende Proben bei der Untersuchung mit dem Fluoreszenzmikroskop vor einer Schädigung durch das eingesetzte Laserlicht schützt. „Dies eröffnet neue Forschungs- und Anwendungsmöglichkeiten, beispielsweise in der Medizin,“ erklärt Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger.

Im Gespräch nach der Preisverleihung konnte Professorin Helene Dörksen Bundespräsident Steinmeier ihre Forschungsfortschritte näherbringen. Während sie zuletzt mittels laserinduzierter Fluoreszenzspektroskopie geschlechtsspezifische Substanzen im Inneren des Bruteis anregte und diese auswertete, forscht sie inzwischen an der Weiterentwicklung der Methode.

Denn schon in der Eimembran und Eischale können geschlechtsspezifische Unterschiede festgestellt werden. In einem neuen Forschungsprojekt sollen die bislang unbekannten biochemischen Substanzen identifiziert werden, die diese Unterschiede definieren. „Sobald uns diese bekannt sind, können wir die Technik darauf ausrichten, die Parameter darauf einstellen und die ganze Methode industrietauglich gestalten. Dabei handelt es sich aber noch um Zukunftsmusik, zurzeit dreht sich unsere ganze Arbeit um die Grundlagenforschung“, erläutert Professorin Helene Dörksen.

Hintergrund

Der mit 250.000 Euro dotierte Deutsche Zukunftspreis – Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation wird jährlich verliehen und gilt als wichtigster Innovationspreis Deutschlands. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist im Kuratorium vertreten. Als eine der insgesamt 19 vorschlagsberechtigten Institutionen, reicht das BMBF alljährlich Vorschläge für den Preis ein. Aus allen Vorschlägen wird in einem mehrstufigen Auswahlverfahren von einer Expertenjury aus Wissenschaft und Wirtschaft das Gewinnerteam ausgewählt.

 

Text: TH OWL