Wie können technische Assistenzsysteme dazu beitragen, Arbeitsplätze inklusiver zu gestalten? Rund 25 Mitglieder der Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber:innen (EAA) gingen dieser Frage bei einem gemeinsamen Austauschtreffen in der SmartFactoryOWL auf dem Innovation Campus Lemgo nach. Prof. Dr. mult. Carsten Röcker empfing die Gruppe und gab Einblicke in seine Forschung zur inklusiven Mensch-Technik-Interaktion.
Die EAA informieren, beraten und unterstützen Unternehmen bei Fragen rund um die Beschäftigung, Einstellung und Ausbildung von Menschen mit Behinderung. Dabei vermitteln die Fachberaterinnen und Fachberater auch passende regionale Ansprechpersonen und Unterstützungsangebote. Die Veranstaltung in Lemgo wurde von der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold organisiert.
Technologie als Unterstützung für mehr Teilhabe
Zu Beginn des Besuchs stand die Frage im Mittelpunkt, wie digitale Technologien Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Unterstützungsbedarfen am Arbeitsplatz unterstützen können. Prof. Dr. mult. Carsten Röcker stellte dazu aktuelle Forschungsarbeiten vor. Im Fokus standen nutzerorientierte Technologien, die sich an individuelle Fähigkeiten und Bedarfe anpassen und Beschäftigte bei unterschiedlichen Arbeitsprozessen gezielt unterstützen können.
Wie solche Ansätze in der Praxis aussehen können, zeigte Eckard Bicker von der delta3 GmbH. Anhand verschiedener Anwendungsbeispiele stellte er technische Assistenzsysteme für adaptive Arbeitsplätze vor. Diese können Beschäftigte beispielsweise Schritt für Schritt durch Arbeitsabläufe führen, Informationen bedarfsgerecht bereitstellen oder Prozesse an unterschiedliche Voraussetzungen anpassen.
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Austausch zwischen Forschung, Beratung und Praxis
Neben den fachlichen Impulsen bot der Besuch viel Raum für Gespräche und den Austausch über Erfahrungen aus Forschung, Beratung und betrieblicher Praxis. Gerade für die Weiterentwicklung inklusiver Arbeitsplätze sei diese Vernetzung entscheidend, betont Prof. Dr. mult. Carsten Röcker:
„Gerade in diesem Bereich ist es besonders wichtig, sich gut zu vernetzen. Deshalb freuen wir uns sehr, dass die EAA unserer Einladung gefolgt sind und wir neben vielen bekannten auch einige neue Gesichter in der SmartFactoryOWL begrüßen durften. Uns ist wichtig, dass unsere Forschungsaktivitäten nicht im Labor enden, sondern ihren Weg in die Praxis finden und dort einen konkreten Mehrwert schaffen.“
Der Besuch zeigte damit nicht nur aktuelle Forschungs- und Entwicklungsansätze auf, sondern brachte auch diejenigen zusammen, die an unterschiedlichen Stellen an einer inklusiveren Arbeitswelt arbeiten. Die Gespräche machten deutlich, welches Potenzial konsequent am Menschen ausgerichtete Technologien für mehr Teilhabe im Arbeitsleben bieten.
Autorin: Mona Marie Brinkmann
