Beim vierten TransferTalk der TH OWL stellte Patrick Gaudl das Impulsprojekt Café TEA vor und gab Einblicke in die Entwicklung und Erprobung niedrigschwelliger Angebote zur Förderung digitaler Gesundheitskompetenz.
Wie können ältere und pflegebedürftige Menschen dabei unterstützt werden, digitale Technologien im Gesundheitsbereich selbstständig zu nutzen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Impulsprojekt „Café TEA“ unter der Leitung von Dr. Laura Moradbakhti. Beim vierten TransferTalk der TH OWL präsentierte Patrick Gaudl, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe „Diskrete Systeme“, das Projekt und berichtete von den Erfahrungen aus der praktischen Umsetzung.
Drei Impulsprojekte im Austausch
Der TransferTalk bringt Forschende sowie Interessierte aus Wirtschaft und Gesellschaft zusammen. Bei der vierten Ausgabe standen drei Impulsprojekte der TH OWL im Mittelpunkt, die ihre Ansätze in kurzen Elevator Pitches vorstellten. Neben Café TEA präsentierten sich „OWL TransferBuddy“, ein Projekt zum Einsatz humanoider Roboter in der Kommunikation zwischen Forschung und Unternehmen, und „KIWi“, das die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz in der Wissenschaftskommunikation untersucht.
Café TEA: Digitale Gesundheitsangebote gemeinsam erproben
Ziel von Café TEA ist es, insbesondere älteren Menschen, Personen mit Pflegebedarf und pflegenden Angehörigen den Zugang zu digitalen Gesundheitsangeboten zu erleichtern und ihre digitale Selbstständigkeit zu stärken.
Dafür entwickelte und erprobte das Projektteam gemeinsam mit regionalen Partnern verschiedene Beteiligungs- und Lernformate. In offenen Sprechstunden und Workshops konnten Interessierte digitale Anwendungen kennenlernen, diese auf Testgeräten selbst ausprobieren und ihre Fragen und Erfahrungen einbringen. Thematisch ging es unter anderem um digitale Gesundheits- und Pflegeanwendungen, die elektronische Patientenakte sowie Online-Angebote zur Terminvereinbarung.
Die Angebote fanden unter anderem im Gesundheitszentrum Lügde, im Gesundheitszentrum Oerlinghausen und im anno 1578 in der Lemgoer Innenstadt statt. Der direkte Austausch mit den Teilnehmenden lieferte wertvolle Erkenntnisse darüber, welche Unterstützung Menschen im Umgang mit digitalen Gesundheitstechnologien benötigen.
„Café TEA hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, Forschung und neue Technologien direkt zu den Menschen zu bringen. Denn nur wenn Angebote im Alltag ankommen und tatsächlich genutzt werden, können sie etwas bewirken. Die große Resonanz auf unsere Sprechstunden und Workshops sowie der direkte Austausch mit den Teilnehmenden haben uns zudem wertvolle Impulse für die weitere Forschung geliefert“, erklärt Dr. Laura Moradbakhti.
Forschung und Praxis miteinander verbinden
Auch beim TransferTalk selbst waren die Gäste eingeladen, Fragen zu stellen, sich an Abstimmungen zu beteiligen und den Projektteams Rückmeldungen zu ihren Ideen zu geben. So entstanden neue Impulse für die Weiterentwicklung der Projekte.
Die Impulsprojekte sind Teil von TRiNNOVATION OWL und ermöglichen es Forschenden, innerhalb von sechs Monaten neue Ansätze zu erproben und Perspektiven für weiterführende Forschung und Kooperationen zu entwickeln.
Weitere Informationen:
- Zum Impulsprojekt Café TEA: https://www.th-owl.de/forschung/transfer/trinnovation-owl/formate/impulsprojekte/cafe-tea/
- Zur Veranstaltungsreihe TransferTalk: https://www.th-owl.de/forschung/transfer/transfer-talk/
Autorin: Mona Marie Brinkmann
