Wie lassen sich digitale Technologien so einsetzen, dass daraus konkrete Mehrwerte für Unternehmen entstehen? Darum ging es bei der Veranstaltung „Von der Technologie zur Wertschöpfung: Innovationen wirksam umsetzen“, die gemeinsam vom VDMA und dem CENTRUM INDUSTRIAL IT e.V. (CIIT) in der SmartFactoryOWL ausgerichtet wurde.
Im Mittelpunkt standen der praxisnahe Einsatz digitaler Technologien für Produktion, Datenmanagement und Nachhaltigkeit sowie der Austausch zwischen Fachleuten aus Industrie und Forschung. Vom inIT waren Natalia Moriz, Philip Sehr und Laura Reinke dabei. Natalia Moriz ist Forschungsgruppenleiterin in der Arbeitsgruppe Vernetzte Automatisierungssysteme, Philip Sehr und Laura Reinke sind ebenfalls Mitarbeitende der von Prof. Dr. Henning Trsek geleiteten Arbeitsgruppe.
Von digitalen Zwillingen bis zum Digitalen Produktpass
Thematisch reichte die Veranstaltung von aktuellen Digitalisierungsthemen im Maschinen- und Anlagenbau über digitale Zwillinge und IoT-Daten bis hin zur Asset Administration Shell (AAS) und zum Digitalen Produktpass.
Philip Sehr vermittelte in einer kurzen Präsentation zunächst die Grundlagen der Asset Administration Shell und digitaler Zwillinge. Damit schuf er einen Einstieg in die Themen und eine Grundlage für die nachfolgenden Beiträge und Anwendungsbeispiele.
„Der größte Mehrwert entsteht, wenn digitale Technologien nicht isoliert betrachtet, sondern praxisnah in bestehende Prozesse integriert und gemeinsam weiterentwickelt werden“, sagt Philip Sehr.
Digitaler Produktpass am CinITo-Demonstrator
Gemeinsam mit Laura Reinke zeigte Philip Sehr anschließend am CinITo-Demonstrator, wie der Digitale Produktpass (DPP) in Verbindung mit der Asset Administration Shell praktisch eingesetzt werden kann.
Am Beispiel eines Qualitätsaudits wurde live demonstriert, wie Qualitätsinformationen zu Produkten in der AAS abgebildet werden können. Dadurch lassen sich die Informationen strukturiert bereitstellen und transparent sowie sicher an Verbraucher weitergeben.
Der Anwendungsfall steht im Zusammenhang mit dem Forschungsprojekt „DiPP – Digitaler Produktpass für zuverlässigen Informationsaustausch in der Supply Chain“. Darin beschäftigt sich das inIT mit Lösungen für einen zuverlässigen Informationsaustausch entlang der Lieferkette und der praktischen Umsetzung des Digitalen Produktpasses.
→ Mehr zum Projekt DiPP: https://www.init-owl.de/forschung/projekte/detail/digitaler-produktpass-fuer-zuverlaessigen-informationsaustausch-in-der-supply-chain/
Austausch zwischen Forschung und Industrie
Neben den technischen Anwendungen stand insbesondere der Austausch zu aktuellen Herausforderungen der Digitalisierung im Fokus. Diskutiert wurden unter anderem Fragen zu IT-Sicherheit, Automatisierungssoftware und digitalen Produktdaten.
„Mich hat besonders begeistert, wie viele unterschiedliche Perspektiven und Ideen zusammenkamen. Genau dieser offene Austausch macht digitale Innovationen für Unternehmen wirklich erlebbar“, sagt Natalia Moriz.

