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Wenn KI ans Telefon geht

inIT-Demonstrator ermöglicht Dialog mit Künstlicher Intelligenz

Sebastian Becker (links) und Jannik Peters haben gemeinsam das „KI-Telefon“ entwickelt.

Das „KI-Telefon“ lädt Besucherinnen und Besucher zum Dialog mit der KI ein.

Jannik Peters und Sebastian Becker präsentieren das „KI-Telefon“, das eine direkte sprachliche Interaktion mit Künstlicher Intelligenz ermöglicht.

Mit dem Demonstrator „KI-Telefon“ zeigt das inIT in der Sonderausstellung „A KInd of Art. Künstliche Intelligenz trifft (Weser-)Renaissance“ im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake eine besondere Form der Interaktion mit Künstlicher Intelligenz. Entwickelt wurde er von Jannik Peters, Fachinformatiker am inIT, und Sebastian Becker, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Mathematik- und Datenwissenschaft unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann.

Die Idee zum Demonstrator entstand ursprünglich im Rahmen von Jannik Peters’ Abschlussarbeit während seiner IHK-Ausbildung am inIT und wurde anschließend weiterentwickelt – ein Beispiel dafür, wie Ausbildungsprojekte am Institut in Forschung und Ausstellungspraxis übergehen können.

Sprache als Schnittstelle 

Das KI-Telefon ermöglicht es Besucherinnen und Besuchern, per Sprache mit einer KI in Kontakt zu treten. Nach dem Abheben des roten Retro-Hörers aus den 1980er-Jahren kann eine Frage gestellt werden – thematisch passend zur Weserrenaissance. Das System erkennt den gesprochenen Text (ASR – Automatic Speech Recognition), wandelt ihn in maschinenverständliche Daten um und überträgt diese als Prompt an die Recheneinheit des KI-Clusters der TH OWL.

Die Verarbeitung erfolgt in mehreren Schritten: Während die KI „nachschlägt“ und eine kohärente Antwort formuliert, entsteht eine kurze Denkpause. Sie verdeutlicht, dass die Antwort nicht unmittelbar, sondern erst nach Verarbeitung und Analyse der Daten entsteht – ähnlich wie beim menschlichen Nachdenken. Anschließend wird die Antwort per Text-to-Speech (TTS) wiedergegeben, sodass ein echtes Gespräch zwischen Mensch und KI entsteht.

Der minimalistisch gestaltete Demonstrator mit weißem Gehäuse und rotem Wählscheibentelefon kombiniert so analoge Form mit digitaler Funktion – und ist der einzige Beitrag der Ausstellung, der eine direkte sprachliche Interaktion mit KI ermöglicht.

Unterstützung statt Ersatz

„Der Demonstrator soll zeigen, dass Künstliche Intelligenz Menschen unterstützt und nicht ersetzt“, erklärt Jannik Peters. „Hier demonstriert durch Nachschlagen in der Wissensbasis anstelle von menschlichem Suchen in Dateien.“
Sebastian Becker ergänzt: „Das KI-Telefon lädt dazu ein, sich im 1:1-Kontext direkt mit seinem Anliegen an die KI zu wenden und prompt Erklärungen zu erhalten.“

Sonderausstellung bis Mitte Dezember

Mit der Sonderausstellung „A KInd of Art“ schlägt das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. Sie ist noch bis zum 14. Dezember 2025 im Schloss Brake in Lemgo zu sehen. Interessierte können dort verschiedene Facetten und Anwendungsmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz entdecken.

Weitere Informationen gibt es unter: https://museum-schloss-brake.de/portfolio_page/akindofart/