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Regelmäßiger Austausch bringt Forschung, Praxis und Normung zusammen

DiPP Projekttreffen: Fortschritte für den Digitalen Produktpass

Die Teilnehmende des Projekttreffens: Tim Schrodt (E&H), Jonas Janzen (inIT), Natalia Moriz (inIT), Laura Reinke (inIT), Philip Sehr (inIT), Kimberly Karambis (Arvato Systems), Robin Franke (Melitta Professional), Erdem Sengün (inIT) und Colin Voigt (inIT).

Demonstrator CinITo: An der Roboter-Kaffeebar werden die im Projekt DiPP entwickelten Konzepte zum Digitalen Produktpass und zum manipulationssicheren Qualitätsnachweis praxisnah erprobt.

Wie kann der Digitale Produktpass so umgesetzt werden, dass er Transparenz schafft, neue Geschäftsmodelle ermöglicht und zugleich manipulationssicher ist? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Projektpartner des Forschungsprojekts „Digitaler Produktpass für zuverlässigen Informationsaustausch in der Supply Chain (DiPP)” bei einem Projekttreffen auf dem Innovation Campus Lemgo. Es wurden aktuelle Forschungsergebnisse diskutiert, Erfahrungen aus Fachgremien ausgetauscht und der Stand der praktischen Umsetzung am Demonstrator CinITo erörtert.

Digitaler Produktpass als Grundlage nachhaltiger Kreislaufwirtschaft

Im Projekt „DiPP” werden Lösungen für den „Digitalen Produktpass” erforscht. Dieser gilt vor dem Hintergrund politischer und regulatorischer Entwicklungen als zentrale Voraussetzung für eine nachhaltige, ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft. Das Ziel besteht darin, Informationen zu Produkten und Rohstoffen entlang der gesamten Wertschöpfungskette transparent, nachvollziehbar und gleichzeitig manipulationssicher bereitzustellen.

Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Henning Trsek, der das Vorhaben am inIT gemeinsam mit seiner Arbeitsgruppe „Vernetzte Automatisierungssysteme” bearbeitet. In dieser Funktion bringt er das Projektkonsortium regelmäßig zusammen, um aktuelle Projektereignisse vorzustellen, neue Impulse aufzunehmen und die nächsten Arbeitsschritte abzustimmen.

Ein zentraler Forschungsschwerpunkt ist die Entwicklung eines manipulationssicheren Qualitätsnachweises. Dieser soll es Unternehmen ermöglichen, Qualitätsinformationen verlässlich entlang der Lieferkette bereitzustellen und darauf aufbauend neue datenbasierte Geschäftsmodelle zu entwickeln. Ergänzend werden Konzepte erarbeitet, mit denen sich Produkte und Rohstoffe über alle Stationen der Supply Chain hinweg zurückverfolgen lassen. In Kombination bietet der Digitale Produktpass damit sowohl Unternehmen als auch Verbraucherinnen und Verbrauchern ein hohes Maß an Transparenz.

Starkes Konsortium aus Forschung und Industrie

Das Projekt wird von einem interdisziplinären Konsortium aus Forschung und Industrie getragen. Neben dem inIT sind Endress+Hauser, Arvato Systems, NTT DATA und Melitta Professional als Projektpartner beteiligt. Sie alle bringen ihre jeweiligen fachlichen Perspektiven und Praxiserfahrungen in die Projektarbeit ein und unterstützen die Ausrichtung der Forschung an realen industriellen Anforderungen.

Darüber hinaus engagieren sich die Forschenden des inIT im Projektkontext aktiv in mehreren Fachgremien und Netzwerken, darunter der Industrial Digital Twin Association (IDTA), der Open Industry 4.0 Alliance und der DKE. Die regelmäßigen Projekttreffen bieten einen wichtigen Rahmen, um Erkenntnisse aus Normung, Verbandsarbeit, industrieller Praxis und Forschung gezielt miteinander zu synchronisieren.

Demonstrator CinITo macht Forschung erlebbar

Die im Projekt entwickelten Konzepte werden unter anderem an der Roboter-Kaffeebar „CinITo” demonstriert. Besucher erhalten zu jedem Kaffee den entsprechenden digitalen Produktpass und können so unmittelbar nachvollziehen, wie Informationen zu Produkt, Herkunft und Qualität digital bereitgestellt werden.

Zum Projekttreffen wurde CinITo um neue Hardware erweitert. Dadurch ist es künftig möglich, das Konzept des manipulationssicheren Qualitätsnachweises automatisiert durch den Roboter umzusetzen und die entwickelten Ansätze weiter in Richtung praktischer Anwendung zu erproben.

Ziel der Projekttreffen ist es, neue Impulse aus Forschung, Praxis und Normung zusammenzuführen und die parallel laufenden Arbeiten im Projekt gezielt aufeinander abzustimmen. Der persönliche Austausch bildet die Grundlage dafür, Forschungsergebnisse in eine durchgängige Gesamtlösung zu überführen.

Nächste Schritte im Projekt

„In den nächsten Wochen werden die verschiedenen Komponenten, an denen im Projekt parallel gearbeitet wird, zusammengeführt. Dabei geht es insbesondere darum, die entwickelten Konzepte zum Digitalen Produktpass und zum manipulationssicheren Qualitätsnachweis in einer durchgängigen Lösung zu erproben und weiterzuentwickeln“,erläutert Philip Sehr, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt DiPP.