Im Rahmen der Hochschulinformationstage 2026 beteiligte sich das inIT mit einem interaktiven Workshop zum Thema Cybersecurity. Im inIT-Computerlab konnten Studieninteressierte selbst ausprobieren, wie Cybersecurity in der Praxis funktioniert.
Wie arbeitet eigentlich jemand, der Sicherheitslücken findet, bevor es andere tun? Genau das konnten die Teilnehmenden selbst ausprobieren: Passwörter knacken. Versteckte Codes finden. Schwachstellen identifizieren. Was zunächst nach Film klingt, wurde hier zur praxisnahen Studienorientierung.
Robin Foster ist Offensive Security Certified Professional (OSCP) und arbeitet in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Henning Trsek. Gemeinsam konzipierten sie den Workshop. Colin Voigt führte an beiden Veranstaltungstagen durch die insgesamt vier Termine und unterstützte die Teilnehmenden bei ihren ersten praktischen Schritten.
„Das Interesse der Schülerinnen und Schüler war deutlich spürbar. Man hat schnell gemerkt, wie motiviert die Teams an die Herausforderungen herangegangen sind“, sagt Colin Voigt. „In der kurzen Zeit konnte die Mehrheit der Teilnehmenden mehr als die Hälfte der Flags entdecken.“
Sicherheit verstehen, indem man sie angreift
Der Workshop bot ein realitätsnahes Szenario: Die Teilnehmenden erhielten den Auftrag, die Cybersicherheit der fiktiven „Deadlock GmbH“ zu überprüfen. Als Ethical Hackerinnen und Hacker griffen sie mit Erlaubnis gezielt IT-Systeme an, um Schwachstellen zu identifizieren und Sicherheitslücken vor echten Angriffen zu schließen. Durchgeführt wurde im „Capture the Flag“-Modus (CTF). Dabei mussten die Teams versteckte Codes in Systemen, Dateien oder Anwendungen finden. Gefragt waren analytisches Denken, Teamarbeit und verantwortungsvolles Handeln.
Hacken mit Verantwortung
„Uns ist wichtig, zu zeigen, dass Cybersecurity kein abstraktes Vorlesungsthema ist, sondern ein hochrelevantes und spannendes Arbeitsfeld mit gesellschaftlicher Verantwortung“, betont Prof. Dr. Henning Trsek. „Wer verstehen will, wie Systeme geschützt werden, muss auch lernen, wie sie angegriffen werden können – selbstverständlich ausschließlich im legalen Rahmen.“
Rund 80 Schülerinnen und Schüler nutzten in den vier Workshops die Gelegenheit, selbst aktiv zu werden. Das große Interesse verdeutlichte, wie wertvoll interaktive Formate für die Studienorientierung sind und wie praxisnah und anwendungsorientiert die Studiengänge des Fachbereichs Informatik und Automation (IAT) ausgerichtet sind.



