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Ein Jahr GoProZero: Forschung und Industrie treiben nachhaltige Produktentstehung voran

Projektkonsortium zieht erste Zwischenbilanz beim Meilensteintreffen

Teilnehmende des GoProZero-Konsortiums beim Meilensteintreffen in Paderborn.

Natalia Moriz (links) im fachlichen Austausch beim GoProZero-Meilensteintreffen.

Praxisnahe Einblicke und intensive Gespräche beim Meilensteintreffen.

Am 15. Januar 2026 kam das Konsortium des Forschungsprojekts GoProZero – Gestaltung von integrierten Produktentstehungssystemen als Enabler für Zero Emissions am Heinz-Nixdorf-Institut in Paderborn zum Meilensteintreffen zusammen. Nach rund einem Jahr Projektlaufzeit standen die erzielten Ergebnisse, der fachliche Austausch sowie die nächsten Projektschritte im Mittelpunkt.
Neben den Projektpartnerinnen und -partnern nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter des Projektträgers Projektträger Jülich (PTJ) sowie des Clustermanagements des Spitzenclusters it’s OWL am Treffen teil.

GoProZero: Nachhaltigkeit von Beginn an mitdenken

GoProZero verfolgt das Ziel, Produktentstehungsprozesse in Unternehmen frühzeitig und systematisch an den Anforderungen einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft auszurichten. Hierzu werden Gestaltungsprinzipien und Methoden entwickelt, mit denen Produkteigenschaften bereits während der Entwicklung konsequent an Nachhaltigkeitszielen ausgerichtet und in passende Geschäftsmodelle integriert werden können. Ein zentraler Ansatz des Projekts ist dabei die Verknüpfung von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit, um Unternehmen gezielt zu motivieren, ressourceneffiziente und kreislauffähige Lösungen umzusetzen.

Meilensteintreffen: Ergebnisse, Austausch und Best Practices

Im Rahmen des Treffens präsentierten die Projektpartner aus Industrie und Forschung ihre bisherigen Ergebnisse und diskutierten aktuelle Fragestellungen rund um nachhaltige Produktentwicklung und Geschäftsmodelle. Das Programm wurde durch Keynotes der Unternehmen GEA und Rewindo ergänzt, die Best-Practice-Beispiele nachhaltiger Geschäftsmodelle aus der industriellen Praxis vorstellten.

Darüber hinaus präsentierten die Forschungspartner verschiedene Tools und Methoden, die einen effektiven Transfer der Projektergebnisse in die industrielle Praxis unterstützen sollen.

Beitrag des inIT im Projekt GoProZero

Das inIT ist im Projekt durch die Forschungsgruppe Vernetzte Automatisierungssysteme unter der Leitung von Prof. Dr. Henning Trsek beteiligt. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf der Entwicklung eines ganzheitlichen Lifecycle Data Managements, das Nachhaltigkeits- und Engineering-Daten über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg zusammenführt und verfügbar macht.

Gemeinsam mit Forschenden des Fraunhofer IOSB-INA untersucht das inIT Anforderungen und Designprinzipien für zukünftige Engineering Data Spaces (EDS). Diese sollen Stakeholder entlang der Lieferkette miteinander vernetzen und einen strukturierten Datenaustausch ermöglichen, der die Nachhaltigkeit von Produkten in allen Phasen ihres Lebenszyklus unterstützt.

Beim Meilensteintreffen waren Natalia Moriz, Forschungsgruppenleiterin, sowie Philip Sehr, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsgruppe, vor Ort und brachten die inIT-Perspektive aktiv in den fachlichen Austausch ein.

Von der Methode zur Praxis: Engineering Data Spaces

Ein zentrales Ergebnis der bisherigen Projektarbeit ist ein vom inIT entwickeltes Analyse- und Visualisierungstool, das Unternehmen dabei unterstützt, ihre bestehende Dateninfrastruktur entlang des Produktlebenszyklus zu erfassen, zu analysieren und gezielt weiterzuentwickeln. Das Tool macht sichtbarwelche Daten in unterschiedlichen Lebenszyklusphasen und bei verschiedenen Stakeholdern verfügbar sind und wie diese verarbeitet werden.

„Mit diesem Tool können Unternehmen schnell individuelle Probleme im eigenen Engineering Data Space aufdecken und gleichzeitig identifizieren, wie sich EDS weiterentwickeln lassen, um eine nachhaltige Produktentwicklung zu ermöglichen“,erläutert Philip Sehr.

Das Projekt GoProZero läuft noch bis Ende 2027. In den kommenden zwei Jahren liegt ein besonderer Fokus auf der praxisnahen Umsetzung der entwickelten Ansätze. Parallel zu den methodischen Arbeiten werden sechs Leuchtturmprojekte realisiert, in denen konkrete Beispiele nachhaltiger Geschäftsmodelle umgesetzt werden.

„Die Industriepartnerinnen und -partner in GoProZero sind sehr aktiv und treiben das Projekt mit hoher Eigeninitiative voran. Solche Treffen inspirieren uns immer wieder und geben wichtige Impulse für unsere Forschung“, ergänzt Natalia Moriz.