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Auszeichnung für arbeitswissenschaftliche Forschung zur menschengerechten Gestaltung von Arbeit

Viktoria Mordaschew erhält Hans-Martin-Preis 2025

Viktoria Mordaschew erhält den Hans-Martin-Preis 2025.

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Hans-Martin-Preis 2025.

Viktoria Mordaschew, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsgruppe Mensch-Technik-Interaktion unter der Leitung von Prof. Dr. mult. Carsten Röcker, wurde mit dem Hans-Martin-Preis 2025 ausgezeichnet. Der Preis würdigt arbeitswissenschaftliche Arbeiten, die dazu beitragen, Arbeit gesund, motivierend und fair zu gestalten.

Die Verleihung fand im Rahmen der Veranstaltung „Wandel der Arbeit im Wandel der Wirtschaft“ in Kassel statt, die vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales sowie der Stadt Kassel initiiert wurde.

GAIN-Pro: Adaptive Arbeitsgestaltung für unterschiedliche Bedarfe

Ausgezeichnet wurde das Forschungskonzept „GAIN-Pro – Inklusive Gamification und adaptive Arbeitsplatzgestaltung für intelligente Produktionssysteme“.
Im Kern beschäftigt sich GAIN-Pro mit einer zentralen arbeitswissenschaftlichen Fragestellung: Wie können Arbeitsplätze so gestaltet werden, dass sie sich an die Menschen anpassen, die dort arbeiten – und nicht umgekehrt?

Das Projekt untersucht, wie spielerische Elemente und digitale Unterstützung dazu beitragen können, Arbeit verständlicher zu machen, Motivation zu fördern und Überforderung oder Ausschluss zu vermeiden. Ziel ist es, Beschäftigte in digitalisierten Produktionssystemen gezielt zu unterstützen und ihre Teilhabe an Arbeit zu stärken.

Arbeitswissenschaftlicher Fokus statt Technikzentrierung

GAIN-Pro greift zentrale Themen der Arbeitswissenschaft auf:

  • Unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Bedürfnisse: Nicht alle lernen, arbeiten oder motivieren sich auf die gleiche Weise.
  • Individuelle Unterstützung statt Vergleich: Gamification wird nicht als Wettbewerb verstanden, sondern als adaptives Instrument zur Orientierung und Motivation.
  • Gesundheit und Teilhabe: Arbeit soll weder körperlich noch mental überfordern und für möglichst viele Menschen zugänglich sein.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Technologie selbst, sondern die Frage, wie Arbeit im Alltag tatsächlich erlebt wird und wie digitale Systeme dazu beitragen können, Arbeitsqualität nachhaltig zu verbessern.

„Gute Arbeit entsteht nicht durch Technik allein“

Viktoria Mordaschew beschreibt den Ansatz von GAIN-Pro so: „Die Auszeichnung zeigt, wie wichtig es ist, Arbeit konsequent aus der Perspektive der Beschäftigten zu betrachten. Mit GAIN-Pro möchten wir zeigen, wie Arbeitsplätze so gestaltet werden können, dass sie motivieren, verständlich sind und möglichst vielen Menschen Teilhabe ermöglichen.“

Impuls für eine inklusive Arbeitswelt der Zukunft

Die Jury würdigte insbesondere den klaren arbeitswissenschaftlichen Fokus von GAIN-Pro und den Beitrag zur Gestaltung einer inklusiven, zukunftsorientierten Arbeitswelt. Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung adaptiv gestalteter Produktionsumgebungen, in denen technologische Innovation und menschengerechte Arbeit zusammengedacht werden.

Förderhinweis
Das Projekt GAIN-Pro ist bereits gestartet und wird im Rahmen von PROFuture@TH-OWL gemeinsam mit der delta3GmbH durchgeführt. Es ist Teil der Förderlinie „FH Personal“ und wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) sowie der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) gefördert.