Austausch zur Produktentwicklung der Zukunft
Wie können Produkte bereits in der Entstehung so gestaltet werden, dass sie ressourceneffizienter, langlebiger und kreislauffähiger werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Projekt GoProZero, das integrierte Produktentstehungssysteme als Enabler für Zero Emissions untersucht.
Beim fünften Konsortialtreffen am 13. Juli 2026 an der Hochschule Bielefeld (HSBI) kamen die Projektbeteiligten zusammen, um den aktuellen Stand der Arbeiten zu besprechen, Zwischenergebnisse zu reflektieren und die nächsten Schritte im Projekt weiter zu konkretisieren. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Eva Schwenzfeier-Hellkamp, Leiterin des Instituts für Technische Energie-Systeme (ITES) der HSBI, gaben die Beteiligten zunächst einen Überblick über die laufenden Arbeitsschwerpunkte und Leuchttürme.
Workshops zu Zukunftsszenarien, Circular Economy und KI
Im Mittelpunkt des Treffens standen mehrere Workshops, in denen zentrale Themen des Projekts vertieft wurden. Diskutiert wurden unter anderem Szenarien für eine Zukunftsstudie, ein Reifegradmodell für die Transformation des Engineerings in Richtung Circular Economy sowie KI-Lösungen, die Zirkularität in der Produktentwicklung unterstützen können.
Die Workshops boten Raum, um die bisherigen Ansätze gemeinsam weiterzudenken, Anforderungen aus der industriellen Praxis einzubinden und die Perspektiven der unterschiedlichen Partner zusammenzuführen. Besonders deutlich wurde dabei, wie wichtig die enge Zusammenarbeit im Konsortium ist: Forschung, Technologienetzwerk und Unternehmenspartner bringen verschiedene Kompetenzen ein, die für die Entwicklung praxistauglicher Lösungen entscheidend sind.
inIT bringt Expertise zu Lifecycle Data Management ein
Am inIT ist GoProZero bei Prof. Dr. Henning Trsek und seiner Arbeitsgruppe Vernetzte Automatisierungssysteme angesiedelt. Für das Institut nahmen Natalia Moriz, Forschungsgruppenleiterin, und Philip Sehr, wissenschaftlicher Mitarbeiter, am Konsortialtreffen teil.
Das inIT ist im Projekt insbesondere an der Entwicklung eines ganzheitlichen Lifecycle Data Managements beteiligt. Ziel ist es, relevante Daten aus Nachhaltigkeit und Engineering zusammenzuführen und für die Produktentwicklung nutzbar zu machen, beispielsweise über digitale Zwillinge.
Zusammenarbeit als Grundlage für nachhaltige Produktentwicklung
„Das Konsortialtreffen hat gezeigt, wie konstruktiv und zielgerichtet die Zusammenarbeit im Projekt verläuft. Besonders wertvoll ist der direkte Austausch zwischen den Partnern, weil wir die bisherigen Ergebnisse gemeinsam einordnen, Anforderungen aus der Praxis aufnehmen und die nächsten Schritte gezielt weiterentwickeln können“, sagt Natalia Moriz.
GoProZero adressiert damit eine zentrale Herausforderung der dualen Transformation: Digitalisierung und Nachhaltigkeit müssen gemeinsam gedacht werden, damit Unternehmen Produkte von Beginn an kreislauffähiger entwickeln und über den gesamten Lebenszyklus hinweg ressourcenschonender gestalten können.
Mehr zu GoProZero: https://its-owl.de/projekte/entwicklung-nachhaltiger-produkte-mit-hilfe-der-kreislaufwirtschaft-goprozero/
Autorin: Mona Marie Brinkmann

